|
|
| Karina und ihre Krankheit |
|
Anfang 2005 |
 |
| Karina (l.) beim Karatetraining |
| | | |
|
Karina war immer ein lebenslustiges kleines Mädchen mit einer normalen körperlichen und geistigen Entwicklung. Doch mit ca. 4 Jahren wurde sie zunehmends unsicherer und ungeschickter in ihren Bewegungen. Das alamierte uns, doch von der Krankheit, die in ihr steckte, ahnte niemand etwas. | |
|
| Am 13. Juli 2005 war uns als Eltern zumute, als würde uns das Herz herausgerissen. Die Diagnose hörte sich ganz harmlos an: MLD! (Das bedeutet Metachromatische Leukodystrophie) Diese Krankheit ist eine Stoffwechselkrankheit, bei welcher aufgrund eines fehlenden Enzyms die weiße Gehirnsubstanz zerstört wird. Die Folge ist der allmähliche, schleichende Verlust der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. An ihr leiden in Deutschland ca. nur 100 Kinder. Somit ist sie äußerst selten. |
|
|
Juli 2005 |
 |
| Karina vor ihrer Untersuchung im Herforder Klinikum |
| | | |
|
|
Oktober 2005 |
 |
| Karina mit ihrem Papa vor der Knochenmarkstransplantation in der Charite, Berlin |
| | | |
|
Diese Krankheit bedeutet den sicheren Tod. So wurde uns das auch am Ende der Untersuchungsreihe mitgeteilt. Viele Ärzte sind zunächst damit überfordert. So auch die zuständigen Ärzte in unserem Klinikum. Nach dem ersten Schock, wollten wir uns aber nicht so einfach mit dieser Tatsache abfinden. | |
|
| Das Karate-Do in den letzten Jahrzehnten lehrte mich, durchzuhalten, wenn es darauf ankommt. Man darf niemals aufgeben, wenn es noch eine kleine Chance gibt. Das hatte ich in der langen Zeit des Trainings und in der gemeinsamen Zeit mit unserem Herrn Ochi Shihan gelernt. Er hatte an mich geglaubt und meine Kräfte erkannt, noch bevor ich es konnte. Jetzt war es an der Zeit stark zu sein und Karina Kraft zu geben. |
|
|
|
|
|
|
Dezember 2005 |
 |
| Karina mit ihrer Mama Stefanie |
| | | |
|
Mit eigenen Recherchen wurde uns die Möglichkeit einer Knochenmarkstransplantation bekannt. Seit einigen Jahren kann diese Therapie, sollte sie erfolgreich sein, die Krankheit stoppen und den körperlichen und geistigen Verfall zum Stillstand bringen. Ich möchte nicht die ganzen Schwierigkeiten aufzählen, die sich ergeben, wenn man diesen Weg geht. Ich will nur meinen Freund Dr. Massud Mamarvar erwähnen, der uns schnell zu den richtigen Ansprechpartnern schickte, um eine KMT zu ermöglichen.
| |
|
| Im Oktober 2005 fand Karina einen Spender. Wieder standen wir vor einer schweren Entscheidung. Lassen wir die KMT nicht durchführen, stirbt unsere Tochter. Führen wir die KMT durch, kann es sein, dass ihr die Therapie zusätzliches Leid zufügt und am Ende doch erfolglos ist. Und wenn sie Erfolg hat? Dann wird die Krankheit vielleicht in einem Zustand stabilisiert, der für sie keine Lebensqualität mehr bedeutet. Also: Wenn Du eine Entscheidung triffst, dann folge ihr mit allen ihren Konsequenzen. |
|
|
Januar 2006 |
 |
| Karina hat nie gefragt, was mit ihr geschieht |
| | | |
|
|
|
|
Wir entschlossen uns für die Therapie. Wir wollten noch nicht loslassen. Auch Karina nicht. Während dieser schlimmen Zeit, gaben wir Karina zu verstehen, dass sie gehen kann, wenn sie das Leiden nicht mehr erträgt. Aber sie hat gekämpft. Unsere gegenseitige bedingungslose Liebe hat das möglich gemacht. | |
|
| Von Karina habe ich in dieser Zeit bestätigt bekommen, was ich in der Karatelaufbahn schon mehrmals erfahren hatte. Du kannst ungeahnte Kräfte in dir frei machen. Insbesondere, wenn Du weißt, wofür Du kämpfst. Es steckt in jedem von uns. Selbst das kleine Mädchen Karina hat uns das gezeigt. |
|
|
Mai 2006 |
 |
| Karina ist nach 8 Monaten wieder zuhause |
| | | |
|
|
Sommer 2007 |
 |
| Karina musste nch eine Darmoperation über sich ergehen lassen |
| | | |
|
Seit 2 Jahren kann Karina sich nicht mehr selbst bewegen. Auch ihre Sprachfähigkeit hat sie verloren. Wir glauben fest daran, dass wir mit Therapien und unserem gemeinsamen ungebrochenen Willen noch einiges erreichen können. Ich würde alles dafür geben, von ihr wieder das Wort „Papa“ zu hören. | |
|
Karina würde sich über eine Spende freuen. Wir als Eltern wollen ihr die verbleibende Zeit so schön wie möglich gestalten. "Die Liebe dauert ewig..."
Empfänger: Stefanie Berkemann (Mutter) Bank: Sparkasse Herford BLZ: 49450120 Kontonr.: 1000 886 174 Verwendungszweck: „Spende Karina“ |
|
|
Herbst 2007 |
 |
| Karina mit ihrem Bruder Connor und ihrer Schwester Carlotta |
| | | |
|
|
|
| |